Unser Lebens.Weg
Im Herzen unserer Gemeinschaft steht eine Vision, die bis heute trägt: Menschen zu helfen, Sinn und Ziel ihres Lebens zu entdecken – in der Begegnung mit Jesus Christus, dem Gott der Liebe und des Lebens. Diese Sendung geht zurück auf Pater Franziskus Jordan, der 1881 die Gesellschaft des Göttlichen Heilandes gründete und dessen Anliegen es war, den Glauben lebendig und zugänglich für alle Menschen zu machen.
Ur.Sprung
1881 gründete Pater Franziskus Jordan die Gesellschaft des Göttlichen Heilandes. Er sah die große Glaubensnot der Menschen seiner Zeit. In glühender Liebe zu Gott war er erfüllt davon, allen Menschen Sinn und Ziel ihres Lebens finden zu helfen: Jesus Christus erkennen und in ihm den Gott der Liebe und des Lebens erfahren.
Seine apostolische Sendung sah er sowohl in der Heimat als auch in fernen Ländern. Er wollte Menschen jeglicher Herkunft, jeden Geschlechtes und aus allen Kulturen in die Glaubensverkündigung einbeziehen.
1888 gründete er zusammen mit Maria von den Aposteln den weiblichen Ordenszweig, die Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Heiland.
Erst in unserer Zeit konnte sich Pater Jordans Vision verwirklichen, auch Salvatorianische Laien in diese Sendung einzubeziehen.
Biographie Pater Franziskus Jordan
geb. Johann Baptist Jordan
* 16.06.1848   †08.09.1918
Franziskus Maria vom Kreuz Jordan sah die Not der Menschen seiner Zeit, denen der Glaube als Fundament ihres Lebens und damit die Hoffnung auf den liebenden Gott weithin verloren gegangen war. Er selbst war erfüllt von der Liebe Gottes, die in Jesus Christus Mensch geworden ist. Pater Jordan wollte Männer und Frauen, Ordenschristen und Laien als gleichberechtigte Partner für seine apostolische Vision und für die Sendung in Kirche und Gesellschaft gewinnen. Er hatte alle Menschen, alle Länder, alle Kontinente vor Augen. Allen wollte er die Liebe Gottes nahe bringen. Dieser Weitblick Pater Jordans ist die Wurzel seiner Universalität, seines und unseres Charismas als Salvatorianische Familie.
Biographie Maria von den Aposteln
geb. Therese v. Wüllenweber
* 19.02.1833   †25.12.1907
Maria von den Aposteln, geb. Therese von Wüllenweber, hatte schon als Zwanzigjährige danach gesucht, wie sie als Frau ihre apostolisch-missionarische Berufung leben könne. Wie die Frauen, die mit den Aposteln Jesus dienten, wollte sie als „Apostolin Jesu Christi“ die Botschaft der Liebe Gottes mit den Missionaren zu den Menschen tragen. Es war für sie sehr leidvoll, die vielen Menschen hierzulande und in der weiten Welt vor Augen zu haben, die von der Liebe Gottes zu uns Menschen nichts wissen und so nicht im Gottvertrauen ihren Halt und ihre Freude finden können.
Nach dreißigjährigem Suchen begegnete sie 1882 Pater Franziskus Jordan. Beide erkannten, dass sie ein Charisma einte: die Leidenschaft für Gott und die Leidenschaft für die Menschen, damit alle Leben und Hoffnung finden.
Dieses apostolische Feuer wollten sie auch in anderen Menschen entzünden. Bereits zwei Jahre nach der Gründung der Schwesterngemeinschaft in Tivoli bei Rom/Italien wurden 1890 die ersten Schwestern nach Indien gesandt – und in den folgenden Jahren und bis heute in viele Länder der Erde.
Lebens.Weg
Was wollen wir?
Wie die Gründer unserer salvatorianischen Gemeinschaften lassen wir uns durch die Not der Menschen bewegen. Wir verpflichten uns zu einer Kultur der Solidarität, die eine Haltung des gegenseitigen Gebens und Empfangens einschließt, und zwar untereinander in Gemeinschaft, mit jenen, die mit uns zusammenarbeiten, sowie mit notleidenden Menschen. Unsere Option für die Armen, besonders für Frauen, Kinder, Migranten und Opfer des Menschenhandels, bleibt uns wichtig.
Unser ganzes Leben ist apostolisch. Es ist Ausdruck der Liebe Christi, die uns drängt, uns wie die Apostel einzusetzen, damit andere Leben haben. Durch Güte, Gerechtigkeit und Liebe allen Menschen gegenüber suchen wir glaubwürdige Zeugen der Frohen Botschaft zu sein. Unsere Sorge gilt stets dem Heil des ganzen Menschen.
Wir binden uns in den Ordensgelübden der Armut, der gottgeweihten Ehelosigkeit und des Gehorsams, um frei zu sein für die salvatorianische Sendung.
Unsere „Lebensregel“ gründet auf der Bibel und den Weisungen der Ordensgründer und zeigt Wege der Umsetzung und Konkretisierung.
Unsere Prioritäten
Für uns Salvatorianerinnen gelten heute folgende Prioritäten:
- Wir vertiefen unsere salvatorianische Spiritualität auf der Grundlage des Wortes Gottes und unseres Charismas, um Frauen zu sein, die prophetisch, mit-leidend und dem Leben verpflichtet sind.
- In einem Prozess der persönlichen Umkehr leben wir eine Kultur der Solidarität, die uns mitten unter den leidenden Menschen glaubwürdig macht.
- Wir legen Wert auf eine ganzheitliche und inkulturierte Bildung in allen Phasen unseres Lebens, um auf die Zeichen unserer Zeit zu antworten.
Mit.Einander
Wie leben wir?
Im Glauben an die Gegenwart Jesu mühen wir uns, einander zu lieben, wie er uns liebt. Gemeinsam wollen wir „wachsen in der Erkenntnis Gottes“, lebendige Beziehungen gestalten und in Versöhnung leben. Indem wir füreinander sorgen, einander die Lasten tragen helfen und unsere Freude teilen, machen wir die Güte Christi sichtbar und wachsen in ihm zu immer tieferer Gemeinschaft zusammen.
Wir öffnen unsere Gemeinschaft für andere, die mit uns Leben und Glauben teilen und einen Ort der Besinnung finden wollen.
Wir teilen das salvatorianische Charisma mit der Ordensgemeinschaft der Salvatorianer und mit den Salvatorianischen Laien , arbeiten mit ihnen zusammen und bilden gemeinsam die „Salvatorianische Familie“.
Bei Interesse finden Sie hier verlinkt Berichte und Bilder von vergangenen Veranstaltungen.
Foto: https://www.salvatorianerinnen-weltweit.de
Welt.Weit
Wo sind wir?
Universalität ist ein besonderer Aspekt unserer gemeinsamen Spiritualität, die uns unsere Gründer, Pater Franziskus Jordan und Maria von den Aposteln, als Erbe anvertraut haben: Universalität in der Sendung, in apostolischen Mitteln und in den Mitgliedern und Orten der Tätigkeit. Diesem Auftrag gemäß sind wir bereit, zur Ehre Gottes überall in der Welt mitzuarbeiten.
1250 Salvatorianerinnen aus vielen Nationen wirken in 30 Ländern der Erde, und zwar in Europa, Asien, Afrika, dem Nahen Osten und in Süd- und Nord-amerika. Weltweit gibt es ca. 1200 Salvatorianer und 1300 Salvatorianische Laien.
Unser Lebensstil und der Dienst am Menschen drücken unsere Überzeugung aus, dass Gott alle Menschen in all ihrer Verschiedenheit liebt. Unsere Aufmerksamkeit gilt besonders auch den von der Gesellschaft vergessenen und ausgegrenzten Menschen.
Wo immer wir als salvatorianische Frauen unsere Sendung ausüben, öffnen wir unsere Herzen für die Kultur, in der wir leben, indem wir ihre Werte achten und allem entgegenwirken, was das Leben bedroht.
Unser Verlangen, dass alle den allein wahren Gott und Jesus Christus erkennen, und unser Bestreben, das Leben zu fördern, veranlassen uns zum ökumenischen und interreligiösen Dialog.
Standorte Deutschland
Wir engagieren uns in Deutschland:
- in Kerpen-Horrem in der Realschule »Mater Salvatoris« mit Tagesstätte
- in Warburg im Seniorenzentrum „Sankt Johannes„
- in Mönchengladbach-Neuwerk im Krankenhaus »Maria von den Aposteln« und in Korschenbroich in der REHA-Klinik (Trägerschaft inzwischen abgegeben)
Standorte weltweit
Welt.weit engagieren wir uns in der Gesundheitsförderung, durch Bildungsprojekte, pastorale Arbeit und die Stärkung von Frauen. Informationen über verschiedene Projekte in diesen Bereichen finden Sie hier.
Die einzelnen Provinzen und Regionen stellen sich z.T. auf eigenen Websites vor:
Das Generalat befindet sich in Rom.
- In Afrika: im Kongo, in Kenia, Mosambik, Sambia, Tanzania und auf den Komoren
- Auf dem Amerikanischen Kontinent: in Brasilien (zwei Provinzen: Santa Catarina und Sao Paolo), Ecuador, Kolumbien, Venezuela und in den USA
- In Asien: in Indien, Malaysia, Pakistan, auf den Phillippinen und in Sri Lanka
- In Europa: in Albanien, Belgien, Deutschland, England, Italien, Österreich, Polen, Rumänien, in Südtirol, der Ukraine und Ungarn
- Im Nahen Osten: in Israel, Jordanien und Palästina
